Portwein Rebsorten

Wichtige Faktoren bei Qualität und letztendlich dem Geschmack des Portweins

Portwein Rebsorten
Portwein Rebsorten

Bei Portwein handelt es sich um einen Likörwein, der zwar gesetzlich in seiner Herstellung geschützt ist, aber nicht von einer bestimmten Rebsorte abhängig ist.

Vielmehr sind es das Herstellungsprozedere und die Qualität der jährlichen Traubenlese, die entscheidend für die Qualität eines Portweins sind.

Dennoch haben auch die Trauben selbst einen gewissen Einfluss.

Die Qualität von Weintrauben wird maßgeblich durch Lage und vor allem das Wetter bestimmt.

Wie im kühleren Norden gibt es auch in warmen südlichen Ländern Jahre, in denen die Weintrauben optimal oder eben nur durchschnittlich gut wachsen und gedeihen.

Davon hängen bei den roten Portweinen die verschiedenen Herstellungsprozesse ab, die es für Portwein gibt:

  • Flaschenreifung (langsame Reifung für Spitzenjahrgänge und eingeschränkt überdurchschnittliche Jahrgänge)
  • Fassreifung (für durchschnittliche und überdurchschnittliche Jahrgänge)
  • Kombination daraus (für bestimmte überdurchschnittliche Jahrgänge, die knapp an Spitzenjahrgänge heranreichen)

Da mehrere Rebsorten für Portwein angebaut werden dürfen, kann es bei den überdurchschnittlichen und Spitzenjahrgängen natürlich kleine Unterschiede geben, da die verschiedenen Rebsorten bei jedem Wetter anders heranwachsen, und auch mehr oder weniger stark auf das Wetter reagieren.

Die Rebsorten für weiße und rote Portweine

Die Rebsorten, die für den Portweinanbau genutzt werden dürfen, werden vom portugiesischen Portweininstitut bestimmt.

Das sind alleine für die roten Portweine mehr als 80 Rebsorten.

Diese werden aber noch weiter klassifiziert:

  • empfohlen
  • erlaubt
  • toleriert

Bei den Rebsorten für rote Ports sind unter anderem Tinta Barroca, Touriga Francesca, Tinta Roriz, Tinta Amarela und Tinto Cão usw. freigegeben, dazu die Touriga Nacional, welche als die beste Rebsorte für Portweine gilt.

Die bekanntesten für weiße Portweine freigegebenen Rebsorten wären Rabigato eingesetzt.

Zugelassen sind ebenfalls die Sorten Donzelinho Branco, Esgana Cão, Folgasão, Gouveio oder Moscatel (sämtliche Trauben in alphabetischer Reihenfolge).

Auch die Eigenschaften und Gegebenheiten der Anbaufläche sind entscheidend

Allerdings unterscheidet sich das Anbaugebiet nach der Ausrichtung seiner Lagen, seiner Höhen und der Bodenbeschaffenheit mit Erde und Gesteinsschichten.

All das macht in dem eng begrenzten Gebiet (innerhalb 240.000 Ha im nördlichen Douro Tal, von denen rund 40.000 Ha bestockt sind) dennoch enorme Unterschiede, welche Rebsorten vorzugsweise wo verwendet werden können.

Die Winzer müssen also sehr genau überlegen, welche Rebstöcke sie pflanzen und bewirtschaften wollen, denn schließlich können diese nicht einfach von einem zum nächsten Jahr ausgetauscht werden.

Finden Sie Ihren favorisierten Portwein auch über die Rebsorte

Wenn Sie also einen Portwein gefunden haben, der Ihr persönlicher Favorit ist (unabhängig von der Herstellungsmethode), dann achten Sie bei derselben Herstellungsmethode auch immer auf die Region, aus der dieser Portwein stammt.

Nur innerhalb derselben Herstellungsmethode können Sie erkennen, wie sehr Ihr Geschmack von der Rebsorte beeinflusst wird.

Die Rebsorten für Portweine

Beim Portwein gibt es zahlreiche Unterschiede. Zu behaupten, ein junger Tawny Port wäre minderwertiger als ein alter Vintage Port, das stimmt so nicht ganz.

Darüber entscheiden viele Faktoren. Auch die Rebsorten. Nur dass es bei Portwein so ist, dass nicht jede Rebsorte verwendet werden kann und darf.

Die Qualität von Portweinen

Bei einem Tawny handelt es sich um einen Durchschnittsjahrgang, bei einem Vintage Port um einen Spitzenjahrgang.

Dennoch sind beides hochwertige Portweine.

Man muss das so verstehen, dass das jährliche Wetter die Qualität der Trauben beeinflusst.

Sehr volle Trauben müssen sehr langsam und schonend reifen, um ihren vollen Geschmack zu entwickeln, durchschnittliche Trauben würden als lange gelagerter Wein aber im Aroma abflachen.

Daher müssen sie schneller in Fässern reifen.

Die Rebsorte als Qualitätsfaktor

Die Qualität wird aber von zahlreichen anderen Faktoren beeinflusst.

Auch die Wahl der Rebsorten ist entscheidend.

Nun ist es aber nicht so, dass ein Weinbauer jedes Jahr Rebsorten so pflanzen könnte, wie er sie in den nächsten Jahren haben will.

Vielmehr stehen die Rebstöcke viele Jahre in den Weinbergen.

Darüber hinaus darf auch nicht jede Rebsorte verwendet werden.

Der Portwein war der erste Wein weltweit, für den ein staatliches Gütesiegel definiert wurde – und das bereits im 18. Jahrhundert.

Nicht jede Rebsorte darf verwendet werden

Darin wird nicht nur die Region exakt bestimmt, in der Trauben für Portwein angebaut werden dürfen.

Auch die Rebsorten selbst werden klar festgelegt.

Es gibt unterschiedliche Kategorien.

Zunächst wird nach solchen Rebsorten unterschieden, die für weiße und rote Portweine bzw. neuerdings auch Rose Ports verwendet werden dürfen.

Darüber hinaus werden die Rebsorten selbst aber ebenfalls klassifiziert nach „empfohlen“, „erlaubt“ sowie „toleriert“.

Aber auch die einzelnen Weinberge unterscheiden sich.

Viele große Portweine sind fest mit einer Rebsorte verbunden

Manche sind steil und steinig, andere eher flach und sonnengeschützt.

Daraus ergibt sich auch ein völlig unterschiedlicher Anspruch der Reben.

Letztendlich spielt aber auch das jährliche Wetter eine große Rolle.

So kann das Wetter in einem Jahr für eine Rebsorte besonders gut, für eine andere eher schlecht sein.

Zwei Felder, die genau nebeneinander liegen, können so eine völlig unterschiedliche Qualität hervorbringen.

Bei den Traditionsherstellern ist es jedoch so, dass diese seit vielen Jahren auf dieselben Rebsorten setzen.

So finden sich diese teilweise auch wieder in der Bezeichnung der verschiedenen Portweine.