Sherry oder Portwein?

Sherry oder Portwein
Sherry oder Portwein – Zwei Gläser mit Sherry

Immer wieder stellt sich diese Frage – sei es zum Trinken oder auch bei der Zubereitung von Speisen.

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und ein „Besser“ oder „Schlechter“ ist daher nicht wirklich möglich.

Allerdings stimmt es, dass beide Likörweine sehr ähnlich im Geschmack empfunden werden.

Daher lässt sich die Frage „Sherry oder Portwein“ zumindest beim Kochen klarer beantworten.

Herstellung von Port und Sherry, Gemeinsamkeiten

Doch zunächst wollen wir die Gemeinsamkeiten benennen:

beide gespriteten Weine stammen von der Iberischen Halbinsel.

Portwein aus Portugal, Sherry aus Spanien.

Beide Likörweine wurden vor allem von den Engländern bekannt gemacht.

Auch die Süße ist den beiden Produkten gemeinsam.

Ebenso, wie der ursprüngliche Gedanke, der hinter der konkreten Herstellung steht.

Gerade im Mittelalter und den Jahrhunderten danach war es schwer bis unmöglich, Weine für längere Zeit haltbar zu machen.

Daher werden beide Weine mit Destillat (Branntwein) versetzt und bekommen dann unterschiedlich lang Zeit zum Gären und Reifen.

Unterschiede von Sherry und Portwein

Sherry oder Portwein - drei Gläser mit Portwein
Sherry oder Portwein – drei Gläser mit Portwein

Dabei unterscheiden sich also schon einmal die Anbaugebiete, außerdem auch die Rebsorten.

Ebenfalls wichtig ist, dass Sherry aus Weißwein und Portwein aus Weißwein und Rotwein hergestellt wird.

Sherry wird ein eher nussiges (Mandel, Walnuss) Aroma zugesprochen, während der Geschmack beim Portwein je nach Qualität vielfältiger und komplexer ist.

Aber Portwein und Sherry als besser oder schlechter zu bestimmen, wäre wohl ähnlich wie der Vergleich von unfiltriertem hellen Bier aus Bayern und Dunkelbier aus England.

Portwein oder Sherry zum Trinken oder Kochen

Zum Trinken sollte man dennoch Sherry zu hellem Wild wie Hase oder Kaninchen servieren.

Portwein aus Weißwein für herkömmliche helle Fleischsorten wie Geflügel oder Schwein, aus Rotwein gewonnenen Port dagegen zu dunklem Wild (Hirsch, Reh) oder Rindfleisch.

Zum Kochen, wenn der Likörwein ohnehin „verkocht“ wird, kann der Portwein nicht nur durch den meist preiswerten Sherry, sondern den noch kostengünstigeren Marsala ersetzt werden, wobei dann aber immer die Frage der Authentizität bestehen bleibt.

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