Portwein lagern

Das Lagern von Portwein kann ausgesprochen wichtig, aber auch falsch sein.

Hier kommt es vor allem darauf an, um welchen Portwein es sich handelt.

Darüber hinaus gibt es wie bei jedem Wein auch einige Regeln zu beachten, wenn Sie Portwein länger lagern möchten.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles zum Lagern von Portweinen.

Grundsätzliches zu Portweinen, was Sie vor dem Lagern wissen sollten

Für manche ist Portwein die Krönung der Weinkultur, für andere wiederum ein schlichter Likör- oder Dessertwein.

Jedoch jeder, der Portwein erwerben möchte, wird sich die Frage stellen, ob es etwas beim Lagern von Port zu beachten gibt.

In der Tat gibt es hier enorme Unterschiede.

In anderen Beiträgen befassen wir uns ausführlich mit den Qualitätsprädikaten wie Tawny, Ruby oder Vintage.

Wollen Sie konkret wissen, wie die Herstellung der jeweiligen Qualitäten abläuft, können Sie dort alles nachlesen.

Jedoch sind die verschiedenen Qualitäten auch beim Lagern der Portweine zu berücksichtigen.

Portwein lagern – Durchschnittsjahrgänge wie Standard Tawny oder Standard Ruby

Ein Standard Ruby ist ein in Flaschen über zwei bis drei Jahre gereifter durchschnittlicher Jahrgangs-Port.

Das Pendant aus dem Fass ist der Standard Tawny, der dort fünf bis sechs Jahre reifen konnte.

Einen Ruby sollten Sie möglichst schnell nach dem Öffnen trinken, da dieser Port nicht oxidieren konnte.

Setzt nun das Oxidieren ein, verändert das seinen schokoladig-fruchtigen Geschmack.

Der Tawny dagegen wurde in Pipen gelagert, in denen der Port durchaus oxidieren konnte.

Diese Weine sind nach dem Öffnen über viele Monate haltbar.

Bei diesen Durchschnittsjahrgängen handelt es sich jedoch um Portweine, die nicht dazu geeignet sind, sie noch über Jahrzehnte zu lagern.

Sie sollten möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden.

Die nächsthöhere Qualitätsstufe wären LBV (late botteled vintage) oder Special.

Überdurchschnittliche Portweinjahrgänge vom Ruby über LBV bis zum Colheita lagern

Hier gilt zu beachten, dass Tawnys auch verschnitten sein können und unterschiedliche Ports in derselben Altersklasse enthalten.

Einzig Colheitas stellen reine Jahrgangsports dar.

Auch diese im Fass bis zu 40 Jahre gereiften Portweine sollten nicht mehr über Jahrzehnte gelagert werden.

Je länger sie nach dem Portwein Kauf in der Flasche gelagert werden, umso mehr büßen sie an Frische ein.

Ganz oben steht dann der Vintage Port.

Dabei handelt es sich um Spitzenjahrgänge, die zum Reifen in Flaschen abgefüllt wurden.

Sie können ganz junge Vintage Ports erwerben, aber natürlich auch ältere.

Zum Verzehr geeignet sollten diese Vintage Portweine wenigstens 30 Jahre gelagert worden sein.

Perfekt Portwein lagern – Ein junger Vintage, beispielsweise ein Jahrgang nach der Jahrtausendwende, wird Sie bitter enttäuschen, wenn Sie ihn jetzt schon öffnen.

Das Lagern des Spitzenjahrgangs Vintage Port

Auch, wenn die Vergleiche etwas seltsam erscheinen, aber es verhält sich wie bei bestimmten Speisen wie Eintöpfen:

je öfter sie diese aufwärmen und ziehen lassen, desto voller werden sie im Geschmack.

Auch Käse wäre hier ein gutes Beispiel.

So können Sie sich das auch mit Portweinen halten:

je jünger ein Vintage Port ist, desto weniger wird sich sein komplexer Geschmack entwickelt haben.

Daraus folgert, dass sie flaschengereifte Vintage Portweine am längsten lagern können.

40, 50 Jahre und mehr sind ganz normal.

Beim Lagern sollten die Portweine wie andere Weine kühl und dunkel lagern, außerdem liegend, damit der Korken feucht bleibt.

Um den Aufbau der Aromen nicht zu beeinträchtigen, sollten Vintage Ports außerdem möglichst ruhig und erschütterungsfrei lagern.